Ältere Menschen sind Träger von Weisheit und Erfahrung, aber auch Hüter von Erinnerungen und Gedenken an Geschichte und Familie. Das Phänomen des Alterns ist jedoch unvermeidlich auch mit dem Verlust von Funktionen und einer allmählichen Verschlechterung des Gedächtnisses verbunden. Tatsächlich neigen ältere Menschen oft dazu, Dinge zu vergessen, so als ob das komplexe System der Erinnerungen verschleißt, was deren Abruf komplizierter und zunehmend unklarer macht.

Hinzu kommt die Möglichkeit des Auftretens von Demenz oder neurodegenerativen Erkrankungen, die das Gedächtnis einer Person schwerwiegend schädigen.

Das Projekt eSticky zielt darauf ab, älteren Menschen zu neuen Perspektiven zu verhelfen, indem es sie dabei unterstützt, sich an ihre täglichen Verpflichtungen und kleinen Termine zu erinnern.

Gedächtnisverlust: physiologische Aspekte und Beginn der Demenz

Wie alle anderen Zellen können auch Neuronen mit zunehmendem Alter geschädigt werden. Aus diesem Grund wird eine Beeinträchtigung des Gedächtnisses als ein rein physiologisches Phänomen betrachtet.

Die mit dem natürlichen Altern einhergehende Verschlechterung des Gedächtnisses ist jedoch nicht immer physiologisch, sondern kann den Beginn einer Demenz, wie zum Beispiel der Alzheimer-Krankheit, verbergen. Diese neurodegenerative Erkrankung verursacht einen zunehmenden Verlust von Neuronen, insbesondere in den für das Gedächtnis zuständigen Bereichen. Zu Beginn neigen Menschen mit Alzheimer dazu, kürzlich erlebte Episoden und Informationen zu vergessen, später setzt jedoch ein kognitiver Verfall ein, der zum totalen Verlust der Unabhängigkeit führt.

Die Auswirkungen von Alzheimer auf das Gedächtnis

Gedächtnis stellt eine der am stärksten durch Alzheimer beeinträchtigten Fähigkeiten dar. Um zu verstehen, wie es durch die Krankheit geschwächt wird, können wir es in vier Phasen unterteilt betrachten:

  1. Erwerb und Kodierung von Informationen;
  2. Speicherung;
  3. Transformation;
  4. Ausdruck.

Tatsächlich ist das Gedächtnis kein einheitliches System, sondern besteht aus einer Reihe von Teilsystemen, die sich in Bezug auf die zugrunde liegenden Nervenstrukturen und die von ihnen ausgeübten Funktionen voneinander unterscheiden.

Es war Alois Alzheimer, der die Alzheimer-Krankheit im Jahr 1907 erstmals als eine Form der präsenilen Demenz beschrieb. Heute ist sie eine der am häufigsten diagnostizierten Formen von Demenz. Diese Krankheit wird gerade deshalb Demenz genannt, weil sie die kognitiven Fähigkeiten erodiert, welche die Ressourcen des Gedächtnisses sind und progressiv zerstört werden.

Das Erkennen der Krankheit ist selbst für die Familienangehörigen des Patienten eine der kompliziertesten und heimtückischsten Herausforderungen. In der ersten Phase der Krankheit, die durch kleine Warnsignale gekennzeichnet ist, machen sich die Familienmitglieder der Person mit Alzheimer keine Sorgen über kleine Vergesslichkeiten, die mit dem Altern gerechtfertigt werden. Wir sollten jedoch nicht vergessen, dass es für eine ältere Person untypisch sein kann, einen Gegenstand mit einem falschen Namen zu bezeichnen, dieselben Fragen zu wiederholen, dieselbe Geschichte mehrmals zu erzählen oder den Ort zu vergessen, an dem sie Gegenstände aufbewahrt hat.

eSticky: der digitale Post-it Zettel, der dem Gedächtnis hilft

Wir sind sieben Partner aus vier europäischen Ländern – Italien, Österreich, Zypern und Polen. Wir haben unsere Design-, Marketing- und Technologiekompetenzen im Projekt eSticky für AAL zusammengeführt, dem europäischen Forschungs- und Entwicklungsprogramm zur Unterstützung eines aktiven und unabhängigen Lebens.

Was wir getan haben, war, uns einen digitalen Post-it Zettel vorzustellen, der älteren Menschen hilft, sich an ihre täglichen Verpflichtungen und kleinen Termine zu erinnern. Ein Netzwerk von Grafikdisplays unterstützt den Nutzer durch die Anzeige wichtiger Informationen, wie zum Beispiel:

  • geplante Ereignisse;
  • Medikamentenerinnerungen;
  • Ernährungsempfehlungen.

Das Ziel des Projekts ist es, Menschen mit Gedächtnisproblemen so zu unterstützen, dass sie ihre eigene Autonomie im Leben bewahren.

Um ihre Tage unabhängig zu leben.

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