Der Zweck von eSticky ist es, Menschen mit Gedächtnisproblemen zu unterstützen, um sie auch in den eigenen vier Wänden zunehmend autonom und unabhängig zu machen. Deshalb ist es bei der Entwicklung unseres digitalen Post-it-Zettels notwendig, über eine Infrastruktur aus Hardware- und Softwarekomponenten zu verfügen, die alle notwendigen Anforderungen erfüllen kann.
Das Gesamtziel der Entwicklungsarbeit ist der Einsatz modernster Hardwarekomponenten und Softwaretechnologien unter Berücksichtigung von:
- Funktionalität und Leistung, die den Bedürfnissen der verschiedenen Zielgruppen entsprechen;
- Benutzerfreundliche Bedienbarkeit und Barrierefreiheit;
- Kostenfaktoren.
In diesem Artikel haben wir sehr detailliert die Grundgedanken für eine Systemarchitektur mit den geeignetsten Hardware- und Softwarekomponenten in diesem Stadium der Entwicklung beschrieben.
High Level System Architecture: wofür sie verwendet wird.
Die High Level System Architecture bietet einen Überblick über die eSticky Systemarchitektur.
Lange Beschreibung
2023 04 06
Abbildung 1 zeigt die grundlegenden Beziehungen zwischen den verschiedenen Komponenten des Systems.
Wir sehen nun eine Beschreibung jedes Teils des Systems und seiner Funktion:
- Internetverbindung: zum Aufbau der Kommunikation zwischen entfernten Clients und der Basisstation. Konkret verbindet sich die Basisstation über (W-)LAN oder SIM-Karte mit dem Internet;
- Basisstation: Die Basisstation ist das Herzstück des eSticky Systems. Sie umfasst den Webserver, den Verbindungsdienst für die Interaktion mit dem Registrierungsserver und die Middleware, die mit den Displays interagiert. Sie enthält auch einen lokalen Speicher – eine Datenbank –, der sowohl von der Middleware als auch vom Webserver genutzt wird. Das Betriebssystem der Basisstation übernimmt das Zeitmanagement, bezieht die aktuelle Zeit von den Timeservern und enthält ein Administrator-Benutzerkonto für die Softwareinstallation und Netzwerkkonfiguration;
- Middleware: Die Middleware steuert die Displays. Sie verwendet ein Repository, das alle Nachrichten und deren Planung – in Minuten – enthält, und verwaltet die Zuweisung, an wen jede Nachricht gesendet wird. Sie kann auch neue Displays über eine eindeutige ID und einen automatisierten Zuordnungsprozess registrieren;
- Webserver und Verbindungsdienst: Der Webserver stellt die Web-App bereit, die mit dem Benutzer interagiert. Er nutzt die Datenbank zum Speichern von Nachrichten und allen Konfigurationsdaten, damit die Middleware diese für die Übertragung an die Displays nutzen kann. Über eine einfach zu bedienende und nutzbare Benutzeroberfläche kann der Administrator das System konfigurieren – z. B. beschreibende Namen für registrierte Displays festlegen, die Benutzerverwaltung durchführen, Einstellungen für die Kommunikation anpassen – und jeder Benutzer kann mit dem System interagieren – Nachrichten, Zeitpläne und Displays sammeln, an die diese Nachrichten gesendet werden sollen, Parameter für Nachrichten wie Zeiträume und Intervalle oder Darstellungsattribute festlegen;
- Logging-Server: Auf dem Logging-Server läuft ein Webdienst, der Heimumgebungen protokolliert und Verbindungsinformationen an entfernte Benutzer weiterleitet. Er muss hochverfügbar sein. Jede Client-Basisstation registriert ihre externe IP-Adresse und hält sie bei Änderungen aktuell. Der Verbindungsdienst der Basisstation nutzt ein spezielles Konto, um mit dem Registrierungsserver zu kommunizieren und seine Verbindungsdaten bereitzustellen, die von entfernten Clients benötigt werden, um mit der Basisstation zu kommunizieren;
- Clients: Angehörige und Begleiter – d.h. Sekundärnutzer – können über verschiedene Endgeräte wie PCs, Tablets oder Smartphones mit der Web-Applikation kommunizieren. Die Kommunikation zwischen dem Webserver der Basisstation und den Clients ist entweder von der Wohnung der Clients – Primärnutzer – über das lokale Netzwerk oder von externen Netzwerken – über das Internet – möglich. Falls bereits vorhanden, werden die zuvor verwendeten Verbindungsdaten des Heimservers aus dem lokalen Web-Repository der Web-App der Sekundärnutzer übernommen. Falls der Verbindungsversuch erfolglos ist, wird der Registrierungsserver kontaktiert. An dieser Stelle wird ein zweiter Verbindungsversuch mit den vom Registrierungsserver zurückgegebenen Details eingeleitet. Im Falle eines nicht erreichbaren Registrierungsdienstes oder eines nicht erreichbaren Webdienstes der Basisstation wird der Benutzer über dieses Ergebnis informiert und erhält weitere Informationen zum Vorgehen. Besonderes Augenmerk wird bei der Implementierung der Client-GUI auf Responsivität, Usability, Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit (WCAG 2.1 AA) gelegt;
- Passive Displays: Passive Displays zeigen entsprechende Nachrichten an. Ihr Zweck ist es nur, den Benutzer passiv zu informieren. Der Benutzer hat keine Möglichkeit, mit einem passiven Display zu interagieren. Die Middleware verwaltet das Senden von Nachrichten – per Push – an die Displays nach einem vorgegebenen Zeitplan. Die Displays zeigen diese Nachrichten dann mit den festgelegten Anzeigeparametern und für den von der Middleware festgelegten Zeitraum an. Es ist wichtig zu beachten, dass jedes Display jeweils nur eine Nachricht anzeigen kann;
- Aktive Displays: Im Gegensatz zu passiven Displays kann der Benutzer bei aktiven Displays einfache Interaktionen durchführen. Das Ziel eines aktiven Displays ist es, den Benutzer nicht nur zu informieren, sondern ihn auch zu einer Aktion zu bewegen. Dies ist nützlich für Sekundärnutzer – wie Angehörige und Pflegekräfte –, um bestätigen zu können, dass wichtige Nachrichten tatsächlich vom Primärnutzer gelesen wurden. Aktive Displays geben dem Benutzer durch die Verwendung einer Taste die Wahl zwischen mehreren Antworten, um eine Nachricht zu bestätigen. Die Antwort wird dann an die Middleware gesendet, dort in der Datenbank der Basisstation gespeichert und den Sekundärnutzern auf Anfrage über die Web-App angezeigt. Nach der Bestätigung durch den Benutzer verschwindet die Nachricht auf allen Displays;
- Administrator-Benutzerrolle: Der Administrator konfiguriert alle systemrelevanten Einstellungen und führt Aufgaben der Benutzerverwaltung durch, wie z. B. die Vergabe eines beschreibenden Namens für die Basisstation, das Einleiten des Zuordnungsprozesses zwischen Displays und der Basisstation, die Vergabe eines beschreibenden Namens für jedes registrierte Display, die Verwaltung von Sekundärnutzerkonten – Benutzernamen, Passwörter, Rechte und Rollen – und die Verwaltung des Kalenders für Primärnutzer. Für jedes Display kann eine optionale Standardnachricht eingestellt werden, die ständig angezeigt wird und nur durch eine geplante Nachricht unterbrochen wird;
- Sekundärnutzerrolle: Angehörige und/oder Begleiter können Nachrichten über die Web-App verwalten. Ein Primärnutzer in der Sekundärnutzerrolle kann Nachrichten auch als persönliche Erinnerung verwalten. In diesem Fall können neue Nachrichten erstellt, Nachrichten angepasst (Anzeigeeinstellungen wie Textfarbe, Schriftart, Größe, Stil), Zeitpläne für Nachrichten erstellt, die Displays ausgewählt werden, auf denen Nachrichten erscheinen sollen, und Benutzerbestätigungen gelesen werden;
- Rolle des Hauptbenutzers: Der Hauptbenutzer kann die Nachrichten auf den Displays lesen, um sich an bestimmte Dinge zu erinnern. Er kann auch Nachrichten auf aktiven Displays bestätigen, wenn diese als aktive Nachrichten parametrisiert wurden.
eSticky: der digitale Post-it-Zettel, um die Tage unabhängig zu leben
eSticky ist ein echter digitaler Post-it-Zettel, der älteren Menschen helfen kann, sich an ihre täglichen Verpflichtungen und kleinen Termine zu erinnern. Ziel des Projekts ist es, Menschen mit Gedächtnisproblemen so zu unterstützen, dass sie ihre Unabhängigkeit bewahren können.
Gemeinsam helfen, Menschen eine neue Perspektive zu geben.
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